Illingen

llinger Dorfgeschichte

Zwischen dem Salzbach und dem Bewerbach an der nordwestlichen Grenze des Kreises Soest liegt unser schönes Dorf Illingen.

 

Erstmals erwähnt und urkundlich nachgewiesen wird Illingen 1289. „Haus Illingen" zählt zu den ältesten Besitzungen. Zu früheren Zeiten war „Haus Illingen" eine Wasserburg, die von wechselnden Adelsgeschlechtern bewohnt wurde. Der heutige Besitzer, Anton Niedermüller, bewahrt noch heute in diesem geschichtsträchtigen Haus eine ganze Reihe antiker Gegenstände auf. Humorvoll lässt sich ergänzen, dass im Haus Illingen eine Spur Aristokratie erhalten blieb, denn  Anton Niedermüller hat als einziger Illinger zweimal hintereinander beim Schützenfest die Königswürde erlangt.

 

 

Der Name Illingen soll von Illinghusen und später von Illing abgeleitet sein. Bei den Flurnamen von Illingen erscheint häufig der Begriff Kamp (Kuhkamp, Viets Kamp, Auf dem langen Kamp, Dornkamp, Erlkamp, Kreuzkamee, Krähenkamp, Ruttkamp). Da Kamp soviel wie Weide bedeutet, ist anzunehmen, dass in Illingen viele Kühe und andere Tiere gehalten wurden.

 

Einen besonderen Stellenwert nahm immer die Landwirtschaft ein. Jede Familie besaß Land. Wer nicht ausschließlich von der Landwirtschaft lebte, bewirtschaftete einige Morgen als Nebenerwerb. Viele Männer waren bei der Eisenbahn beschäftigt.

Die überwiegende Mehrheit der Dorfbevölkerung gehört der katholischen Kirche an. Seit Jahrhunderten besuchen Illinger Bürgerinnen und Bürger die Gottesdienste in der Pfarrkirche des Nachbarortes Scheidingen.

 

In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg, unter dem das Dorf durch Beschuss und kriegerische Auseinandersetzungen besonders in der ersten Aprilwoche des Jahres 1945 gelitten hatte, veränderte sich das Dorfbild und die gesamte Struktur des Ortes.

 

Illinger Bürger gehen heute überwiegend in den umliegenden Städten einer Erwerbstätigkeit nach. Lebensmittelgeschäfte und die Gaststätte schlossen bereits vor vielen Jahren. Die Einwohnerzahl steigt an. Aus Deelen und Scheunen sind Wohnungen entstanden. Wo früher Gemüsegärten und Weiden angelegt wurden, stehen heute neue Häuser die vielfach von den Kindern der Dorfbewohner errichtet wurden. Dass Illingen eine beliebte Wohnstätte ist, zeigt sich daran, dass auch einige Neubürger in Illingen eine neue Heimat gefunden haben.

 

Der Begriff Heimat möge den Einwohnern von Illingen eine Herzensangelegenheit bleiben, so dass unsere Dorfgemeinschaft erhalten bleibt und zusammen mit den kommenden Generationen gepflegt wird. Möge der Herrgott seinen Segen dazu geben.

 

Agnes Karbowski