Flerke

Gedenkstein am ehemaligen "Flerker Freistuhl"
Gedenkstein am ehemaligen "Flerker Freistuhl"

Flerker Freistuhl

An der Stelle mitten im Dorf Flerke befand sich seit uralten Zeiten ein Freigericht. Circa 400 Freigerichte sind in Deutschland bekannt. Die Versammlung der Genossen (= Freien) kamen an diesen Stellen zu gewissen Zeiten zusammen um Gericht zu halten oder das Zusammenleben zu gestalten. Der Flerker Freistuhl wird zum ersten mal in einer Urkunde des Klosters Paradiese genannt. Hier wurde eine Hufe (Grundstück) von Goswien von Rodenberg dem Kloster Paradiese übertragen.

 

„Geschehen in Vlereke vor dem Ritter Burghard von Borgeln, der dem Gerichte vorstand, das Freiding genannt wird“

 

Aus dieser Abhandlung geht hervor, dass der Freistuhl in Flerke schon 1283 bestanden hat. Dieser Ort wurden auch auf dem Tigge genannt. Die Freigrafschaft Rüdenberg, deren Wappen auf dem steinernen Tisch am Ehrenmal eingeschlagen ist, wurde 1328 an die Stadt Soest verkauft. Das Wappen der Rüdenbergs ist heute Bestandteil des Wappen der Gemeinde Welver. Der Flerker Freistuhl bestand noch 1505. „Zu Flerke im Dorf unter der großen Eiche“ hier wurden zu übergebene Abgaben aufgezählt. Der Bereich der Gaststätte Schwane hieß im Bördekataster 1685 „Thiekamp“. 1961 wurde in der Ortsmitte zu Flerke das jetzige Ehrenmal zum Gedenken an die gefallenen der beiden Weltkriege errichtet. Gleichzeitig wurde der steinerne Tisch und –Bank als Erinnerung an den ehemaligen Freistuhl aufgestellt. Die Gaststätte gegenüber heißt noch heute „Zum Freistuhl“.